Kassel. Mit Stolz wird auf der eigenen Internetseite der Erfolg der Aktion gefeiert: Ein Haufen schwarz-weiß gekleideter Jugendlicher der Gruppe „Freier Widerstand Kassel“ posiert im Bergpark mit einem Transparent, das von rechtem Gedankengut zeugt.
In der Beschreibung rühmen sich die Beteiligten damit, ungestört ihre politische Gesinnung zur Schau tragen zu können.
Entstanden war der Schnappschuss vor der Fahrt ins niedersächsische Bad Nenndorf. Dort nahm die Gruppe vergangenes Wochenende an einem Gedenkmarsch für Mitglieder des NS-Regimes teil, die im dortigen Internierungslager einsaßen.
Mit Aktionen wie diesen macht sich die rechte Szene in Kassel bemerkbar. Offen werden eindeutige Nazisymbole, etwa auf T-Shirts, zur Schau getragen. Wobei Kirsten Neumann vom mobilen Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus vor einer Überschätzung der rechten Zusammenschlüsse warnt. „Die wirken im Internet größer als sie tatsächlich sind“, sagt Neumann. Weiter lesen »
Die Zahl der Demonstranten gegen den Neonaziaufmarsch am Sonnabend hätte noch höher sein können. Den Insassen aus zwei Bussen aus Hannover und Göttingen ist die Teilnahme an den Protesten verweigert worden, berichtet Rechtsanwalt Sven Adam, der nun Klage vor dem Verwaltungsgericht erheben will. Weiter lesen »
Auf der Bürgerkundgebung gegen den „NS-Heldengedenktag“ in Bad Nenndorf erklärte Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG): „Den Geschichtsverdrehern gehört das Handwerk gelegt. Die Politik muss ein neues Verbots-verfahren so bald wie möglich gegen die NPD einleiten.“ Weiter lesen »
Tausende Menschen haben am Samstag gegen Neonazi-Veranstaltungen in mehreren Bundesländern protestiert. In Bad Nenndorf kamen 1000 Menschen unter dem Motto “Bunt statt Braun” zusammen, in Gera übertönten die Protestler die aufmarschierenden Rechtsradikalen mit einer fröhlichen Party.
In Gera blieb das rechte Ohr am Samstag taub: Mit Pfeifkonzerten, “Nazis raus”-Rufen, Livemusik und Sitzblockaden haben etwa 1000 Menschen ein Neonazi-Konzert in der thüringischen Stadt übertönt und auf diese Weise gegen rechtsextreme Gewalt protestiert. “Gera hat ein buntes Gesicht gezeigt und der sehr unschönen NPD-Veranstaltung Paroli geboten”, freute sich SPD-Oberbürgermeister Norbert Vornehm. Weiter lesen »
In mehreren Städten Deutschlands haben Tausende von Menschen am Wochenende gegen verschiedene Veranstaltungen von Rechtsextremen und der NPD protestiert. So zogen 1000 Menschen gegen ein NPD-Festival in Gera auf die Straße. Weitere 1000 protestierten gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen im niedersächsischen Bad Nenndorf. Weiter lesen »
Dieses erfreuliche Fazit kann Gesamteinsatzleiter Frank Kreykenbohm nach dem 6. sogenannten Trauermarsch in Bad Nenndorf und den Gegenveranstaltungen ziehen.
Nachdem die Gegenveranstaltungen morgens mit einem Gedenkgottesdienst begannen, sammelten sich Bad Nenndorfer Bürgerinnen und Bürger, unterstützt durch Teilnehmer umliegender Gemeinden, das Bündnis, und viele andere zu dem Aufzug des DBG. Ca. 900 Teilnehmer zogen in die Kurhausstraße um dort, begleitet von Musik, ihre Abschlußkundgebung abzuhalten. Weiter lesen »
Bad nenndorf (kcg). Laut, schrill, bunt: Mit kreativen Aktionen und einer zentralen Demonstration haben am Sonnabend rund 1200 Menschen gegen den sogenannten “Trauermarsch” protestiert, den Neonazis bereits zum sechsten Mal in der Kurstadt veranstaltet haben. Die Polizei schätzt die Zahl der Neonazis, die mit dem Zug nach Bad Nenndorf gekommen waren, auf etwa 640. Weitere Rechtsextreme reisten mit dem Auto an. Insgesamt sollen nach Angaben der “Trauermarsch”-Organisatoren 700 Rechtsextreme die Strecke vom Bad Nenndorfer Bahnhof zum Wincklerbad und zurück durch die Innenstadt marschiert sein. Das sind 300 weniger als im Vorjahr. Die Gegendemonstration wurde vom Bündnis “Bad Nenndorf ist bunt” und dem DGB organisiert. Weiter lesen »
Bad Nenndorf/Gera - Hunderte Demonstranten sind am Samstag in mehreren Städten auf die Straße gegangen, um gegen Veranstaltungen von Neonazis zu protestieren. Im niedersächsischen Bad Nenndorf wandten sich knapp 1.000 Bürger gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen. Im thüringischen Gera beteiligten sich rund 800 Menschen an Kundgebungen gegen ein NPD-Festival. Weiter lesen »
Bad Nenndorf (mt/dpa). Bunter Protest gegen Neonazis: Mit einer Demonstration und zahlreichen Privat-Partys haben knapp 1000 Menschen in Bad Nenndorf gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestiert. Zu der Gegendemonstration unter dem Motto “Bunt statt Braun” hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Kirchen aufgerufen. “Das fröhliche Bad Nenndorf gibt ein Signal gegen die Verdummung von Rechts”, sagte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese (SPD) am Samstag. Seit 2006 versammeln sich Rechtsextremisten und Neonazis zu einem “Trauermarsch” in der kleinen Kurstadt westlich von Hannover. Sie ziehen zum Wincklerbad, das von 1945 bis 1947 ein Verhörzentrum der britischen Besatzungsmacht war. Weiter lesen »
BAD NENNDORF (mh). Bad Nenndorf protestiert in allen Farben: Mit vielen bunten Plakaten, Transparenten und Girlanden haben sich Nenndorfer Bürger und Gäste aus dem Landkreis am gestrigen Freitag am Wincklerbad getroffen, um den rechtsradikalen Teilnehmern des “Trauermarsches” eine farbenfrohe Nachricht zu übermitteln: Bad Nenndorf ist ein Ort der Vielfalt und Toleranz, Bad Nenndorf ist bunt. Gemeinsam schmückten sie die Stadt. “Die Resonanz ist sehr gut”, sagte Jürgen Uebel vom Bündnis “Bad Nenndorf ist bunt”. In der Nenndorfer Bahnhofstraße hängen mittlerweile viele Plakate und große Transparente, die den Rechtsradikalen unmissverständlich klar machen, dass sie in dem Ort nicht erwünscht sind. “Wir haben mit viel Arbeit alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben”, sagte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese zu den Vorbereitungen in der Kurstadt. “Nun kann der bunte Rettungsschirm gegen Rechtsradikalismus in Bad Nenndorf aufgespannt werden.” Weiter lesen »